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PSL (Public Suffix List)

Die Public Suffix List definiert Domain-Grenzen und bestimmt die Organisationsdomain. Warum sie für das DMARC-Alignment entscheidend ist.


Was ist die PSL (Public Suffix List)?

Die Public Suffix List (PSL) ist ein von der Community gepflegter Katalog von Domain-Suffixen, unter denen Internetnutzer direkt Subdomains registrieren können. Sie definiert die Grenzen zwischen registrierbaren Domains und übergeordneten, von Registries verwalteten Domains. In der Praxis hilft die PSL Systemen dabei, die Organisationsdomain einer E-Mail-Adresse oder Website zu bestimmen; sie erkennt zum Beispiel, dass „example.co.uk“ registrierbar ist, während „co.uk“ ein öffentliches Suffix ist.

Die PSL wird als offenes Projekt geführt, ursprünglich von Mozilla initiiert, und von Browsern, E-Mail-Sicherheitstools und Authentifizierungs-Frameworks genutzt, um die Grenzen der Domain-Inhaberschaft zu bestimmen. Für DMARC spielt die PSL eine entscheidende Rolle bei der Bewertung des Alignments und bei der Festlegung, was als „Organisationsdomain“ gilt.

So funktioniert die Public Suffix List

Die PSL enthält Tausende von Einträgen, die Top-Level- und Second-Level-Domains definieren, unter denen eine öffentliche Registrierung möglich ist. Jeder Eintrag beschreibt, wo die Grenze zwischen einer öffentlichen Registry (etwa „.com“ oder „.co.uk“) und der Domain eines einzelnen Registranten verläuft. Diese Unterscheidung erlaubt es Software, zwischen verschiedenen Inhabern zu differenzieren und konsistente Sicherheitsregeln anzuwenden.

Beispiel:

  • example.com → Organisationsdomain: example.com
  • mail.example.co.uk → Organisationsdomain: example.co.uk
  • sub.domain.github.io → Organisationsdomain: github.io (da GitHub das Suffix kontrolliert)

Durch den Abgleich mit der PSL können Systeme Domains präzise ihrem tatsächlichen administrativen Inhaber zuordnen. Das ist entscheidend für die Bewertung der Absenderidentität, die Durchsetzung von Cookie-Richtlinien in Browsern und die Verhinderung von Spoofing über Domain-Grenzen hinweg bei der E-Mail-Authentifizierung.

Warum die PSL für die E-Mail-Authentifizierung wichtig ist

Bei DMARC, SPF und DKIM bestimmt die PSL, wie Domains für das Alignment verglichen werden. mail.example.co.uk und news.example.co.uk gelten zum Beispiel als Teil derselben Organisationsdomain, weil sie dieselbe registrierbare Basis teilen: example.co.uk. Das verhindert, dass Angreifer gemeinsame öffentliche Suffixe missbrauchen, um sich als fremde Domains auszugeben, die zufällig dieselbe übergeordnete Struktur verwenden.

Ohne die PSL könnte ein System example.com und example.co.uk fälschlich als verwandt behandeln oder nicht erkennen, dass Subdomains unter appspot.com unterschiedlichen Nutzern gehören. Die PSL ermöglicht eine korrekte und konsistente Durchsetzung von Domain-Grenzen, was für eine genaue DMARC-Bewertung und domainbasierte Reputation entscheidend ist.

Anwendungsfälle über DMARC hinaus

Die PSL erfüllt im Internet-Ökosystem mehrere weitere Funktionen:

  • Webbrowser: Bestimmen die Cookie-Isolation und verhindern seitenübergreifendes Tracking zwischen nicht verbundenen Registranten.
  • Zertifizierungsstellen: Validieren die Kontrolle über Domains und verhindern die Ausstellung von Zertifikaten für ganze Registries.
  • Sicherheitstools: Ermitteln die tatsächliche Domain-Inhaberschaft bei der Analyse von Phishing- oder Spoofing-Aktivitäten.
  • Analyseplattformen: Konsolidieren Kennzahlen auf der richtigen Organisationsebene (zum Beispiel „example.co.uk“ als eine Einheit).

Da die Liste mit neuen Domain-Strukturen weiterwächst, ist eine aktuelle Version der PSL für alle Systeme unerlässlich, die auf die Logik von Domain-Grenzen angewiesen sind.

Die Public Suffix List und DMARCeye

DMARCeye nutzt die Public Suffix List, um Authentifizierungsergebnisse über alle Domains und Subdomains einer Organisation hinweg korrekt zu gruppieren und zu analysieren. Beim Erstellen von Berichten greift die Plattform auf die PSL zurück, um die Organisationsdomain zu bestimmen, die für jede Nachrichtenquelle verantwortlich ist. Das gewährleistet ein korrektes Alignment und eine korrekte Richtlinienbewertung.

Mithilfe der PSL-Daten hilft DMARCeye, unautorisierte Absender zu erkennen, die Domains unter gemeinsamen Suffixen wie „.edu.au“ oder „.gov.uk“ fälschen. Die Plattform stellt außerdem sicher, dass aggregierte und forensische Berichte die tatsächlichen Inhaberstrukturen korrekt abbilden, und gibt Organisationen präzisen Einblick, wie ihre Domains und Subdomains im globalen Mail-Ökosystem verwendet werden.

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Um mehr über DMARC und verwandte Begriffe zu erfahren, besuchen Sie das DMARCeye-Glossar.


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