Local-Part
Der Local-Part ist der Teil einer E-Mail-Adresse vor dem @-Zeichen. Erfahren Sie, wie er funktioniert und welche Formatregeln gelten.
Was ist der Local-Part einer E-Mail-Adresse?
Der Local-Part ist der Teil einer E-Mail-Adresse vor dem „@“-Zeichen. Er identifiziert ein Postfach oder einen Benutzer innerhalb einer bestimmten Domain eindeutig. In der Adresse support@example.com ist der Local-Part beispielsweise support. Zusammen bilden Local-Part und Domainname die vollständige Adresse, mit der Mailserver Nachrichten korrekt an die vorgesehenen Empfänger weiterleiten.
Der Local-Part kann Buchstaben, Zahlen und bestimmte Sonderzeichen enthalten, abhängig von den in RFC 5321 definierten Regeln. Manche Zeichen sind jedoch nur mit Anführungszeichen oder Escaping gültig. Während viele Systeme nur einfache Namen wie info oder admin zulassen, unterstützen andere komplexere Formate für Aliasse, abteilungsbezogenes Routing oder die automatisierte Verarbeitung von Nachrichten.
So funktioniert der Local-Part
Beim Versand einer E-Mail nutzt das SMTP-Protokoll Local-Part und Domain, um den Zustellweg zu bestimmen. Die Domain leitet die Nachricht zum richtigen Mailserver, während der Local-Part diesem Server mitteilt, welches Postfach oder welcher Alias die Nachricht erhalten soll.
Beispiele für Local-Parts:
john.doe– ein übliches Benutzernamenformatsales– eine Abteilungsadresseinfo– ein allgemeines Postfachsupport+eu– eine Adresse mit Plus-Tag zum Filtern
Mailserver interpretieren den Local-Part gemäß ihrer Konfiguration. Manche behandeln Punkte als Trennzeichen (john.doe ≠ johndoe), andere ignorieren sie. Viele Systeme unterstützen zudem die „Plus-Adressierung“, bei der alles nach dem Pluszeichen als Label zum Sortieren oder Filtern dient (zum Beispiel support+billing@example.com).
Formatierungsregeln und bewährte Praktiken
Obwohl der Local-Part eine breite Palette von Zeichen erlaubt, sind einfache, vorhersehbare Namen am besten für Kompatibilität und Zustellbarkeit. Manche Zeichen können Fehler auslösen oder von älteren oder restriktiven Mailsystemen abgelehnt werden.
Wichtige Formatierungsrichtlinien:
- Erlaubte Zeichen: A–Z, a–z, 0–9 sowie Sonderzeichen wie Punkt (.), Bindestrich (-) und Unterstrich (_)
- Anführungszeichen sind bei Sonderzeichen oder Leerzeichen erforderlich (
"John Smith"@example.com) - Local-Parts unterscheiden laut Standard zwischen Groß- und Kleinschreibung, die meisten Server ignorieren diese Unterscheidung jedoch
- Halten Sie Namen kurz und aussagekräftig, um die Benutzerverwaltung zu erleichtern
- Vermeiden Sie Sonderzeichen und Nicht-ASCII-Zeichen, sofern sie nicht notwendig sind
Konsistente Namenskonventionen erleichtern die Administration und verhindern Konflikte zwischen Aliassen, Weiterleitungsregeln und Abteilungspostfächern.
Local-Part und DMARCeye
DMARCeye analysiert die vollständige Adressstruktur in Authentifizierungsdaten, um Muster legitimer und unbefugter Nutzung zu erkennen. DMARC konzentriert sich zwar primär auf die Identität auf Domain-Ebene, doch das Verständnis des Local-Parts hilft nachzuvollziehen, welche internen Benutzer, Systeme oder Aliasse für ausgehende E-Mails verantwortlich sind.
Die Berichts-Engine der Plattform hebt Local-Parts hervor, die an fehlgeschlagenen Authentifizierungsversuchen oder Spoofing-Versuchen beteiligt sind, und zeigt Organisationen damit klarer, welche Konten oder Aliasse gefährdet sein könnten. Diese Erkenntnisse helfen, die Durchsetzung von Richtlinien zu verfeinern, die interne Governance zu stärken und Benutzer vor gezielter Nachahmung oder Missbrauch zu schützen.
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