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Relaxed-Kanonisierung (DKIM)

Relaxed-Kanonisierung macht DKIM tolerant gegenüber kleinen Formatänderungen. Erfahren Sie, wie das c=-Tag funktioniert und Signaturfehler verhindert.


Was ist Relaxed-Kanonisierung?

Die Relaxed-Kanonisierung ist eine von zwei Kanonisierungsmethoden, die DomainKeys Identified Mail (DKIM) unterstützt. Sie legt fest, wie E-Mail-Header und Nachrichteninhalt vor dem digitalen Signieren und der Überprüfung standardisiert werden. Die Kanonisierung stellt sicher, dass kleinere, legitime Änderungen während des Nachrichtentransports nicht zu Authentifizierungsfehlern führen.

Da E-Mail-Systeme die Formatierung von Nachrichten häufig verändern (zum Beispiel durch neu umbrochene Zeilen, zusätzliche Leerzeichen oder leicht angepasste Header), bietet die Kanonisierung einen Normalisierungsprozess. Die Option „relaxed“ toleriert diese Änderungen und verbessert die Zuverlässigkeit von DKIM über komplexe Zustellwege hinweg.

So funktioniert die Relaxed-Kanonisierung

DKIM-Signaturen enthalten ein Kanonisierungs-Tag (c=), das angibt, wie die Nachricht vor dem Signieren und Überprüfen verarbeitet werden soll. Die Syntax kann so aussehen:

DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed; d=example.com; s=selector1; ...
 

In dieser Konfiguration gilt das erste „relaxed“ für die Header und das zweite für den Nachrichtentext. Bei der Relaxed-Kanonisierung ignoriert DKIM unbedeutende Unterschiede wie mehrfache Leerzeichen, umbrochene Header-Zeilen oder abweichende Groß- und Kleinschreibung in Feldnamen. Ziel ist es, zu verhindern, dass legitime Nachrichtenänderungen Signaturen ungültig machen.

Vorteile der Relaxed-Kanonisierung

Im Vergleich zur simple-Kanonisierung, die Byte-für-Byte-Integrität erfordert, bietet die Relaxed-Methode mehr Flexibilität und Robustheit. Sie ist besonders vorteilhaft für Organisationen, deren E-Mails regelmäßig weitergeleitet, von Gateways verändert oder von automatisierten Systemen verarbeitet werden.

  • Verhindert, dass Formatierungsänderungen DKIM-Signaturen ungültig machen
  • Verbessert die Erfolgsquote der Authentifizierung nach Weiterleitungen
  • Erhöht die Kompatibilität mit Mailinglisten und Ticketsystemen
  • Reduziert falsche DMARC-Fehlschläge durch fehlendes Alignment der Signatur

Bewährte Vorgehensweisen

Die Relaxed-Kanonisierung ist zwar weit verbreitet, sollte aber über alle sendenden Systeme hinweg einheitlich eingesetzt werden. Das Mischen von simple- und relaxed-Modi kann zu Abweichungen bei der Validierung führen. Administratoren sollten sicherstellen, dass alle Mail-Gateways, Relays und Versanddienstleister dieselben Kanonisierungseinstellungen in ihren DKIM-Konfigurationen verwenden.

Relaxed-Kanonisierung und DMARCeye

DMARCeye untersucht DKIM-Signaturen über alle authentifizierten Nachrichten hinweg, um Kanonisierungskonflikte und Leistungsprobleme zu erkennen. Die Analysen zeigen, ob Nachrichten, die mit Relaxed-Kanonisierung signiert wurden, ihre Integrität über Weiterleitungswege und internationale Mailflüsse hinweg behalten.

Durch die Überwachung der Kanonisierungseinstellungen in Echtzeit hilft DMARCeye Organisationen, eine konsistente DKIM-Validierung aufrechtzuerhalten, damit legitime Nachrichten auch in komplexen E-Mail-Infrastrukturen vertrauenswürdig und zustellbar bleiben.

Prüfen Sie Ihre eigene DKIM-Konfiguration:

 

 

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Um mehr über DMARC und verwandte Begriffe zu erfahren, besuchen Sie das DMARCeye-Glossar.


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